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Martin Dorn, Mitinhaber und Geschäftsführer der Firma D & K Dorn & Knaur Garten- und Landschaftsbau und erfahrener Gartenprofi, gibt wertvolle Tipps rund um Garten und Balkon. Lesen Sie seine Tipps für üppige Blütenpracht und gepflegten Rasen. Welche Erde benötigt man dazu? Wie wird richtig gegossen? Und was kann man gegen Schädlinge tun? Lesen Sie das Interview.

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Gartentipps vom Profi

Tipps für eine üppige Blütenpracht

Tipps für die richtige Erde und den Dünger

Tipps für einen gepflegten Rasen

Tipps zum richtigen Gießen

Tipps für einen pflegeleichten, immer blühenden Garten

Tipps für den richtigen Strauch- und Heckenschnitt

Tipps für einen schönen Balkon

Was ist jetzt im Sommer zu tun?

Tipps zur Läuse- und SchneckenplageWann sollte der Hobbygärtner den Profi holen?

Informationen zu D&K-Galabau



Tipps für eine üppige Blütenpracht

Worauf muss ich achten, wenn ich Blumen pflanze?
Das Wichtigste ist schon mal der Standort. Es gibt Pflanzen, die nur in der Sonne gedeihen, andere im Halbschatten oder Schatten. Die einen brauchen einen feuchten Boden, die anderen einen durchlässigen Boden, wieder andere mögen es trocken. Die Auswahl der Pflanzen und die Wahl des richtigen Standorts ist ganz entscheidend für einen blühenden Garten.

Soll ich Blumen, die einen feuchten Boden benötigen, fern halten von denen, die einen trockenen Boden lieben?
Im Prinzip, ja. Wir haben hier in Coburg einen sehr schweren, lehmigen Boden, der sehr lange die Feuchtigkeit hält. Wenn ich auf der Sonnenseite vor dem Haus ein Beet machen will, dann sollte ich hier nur Pflanzen setzen, die in der Sonne gedeihen, also z.B. Sonnenhut oder Sonnenröschen. Hinter dem Haus an der Nordseite im Schatten sind dann wieder ganz andere Pflanzen geeignet.

Tipps für die richtige Erde und den Dünger

Wie wichtig ist die passende Erde?
Von den Erden in den Säcken, die es in den Baumärkten gibt, kann ich nur abraten, weil das fast ausschließlich Torfprodukte sind. Wenn überhaupt, dann würde ich den Boden aufbereiten mit Kompost und Sand. Damit bekommt man einen richtig schönen Boden.

Wo hole ich mir Komposterde?
Vom Kompostring. Rund um Coburg gibt es Kompostierbetriebe, die alle noch kompostieren:
Firma Scheler in Neuses an den Eichen oder Firma Ritz in Wohlbach oder Firma Herbst in Oberfüllbach oder in Blumenrod. Die haben alle noch Kompost. Den kann man dort ganz offiziell kaufen oder bei größeren Mengen sich auch liefern lassen. In Rödental gibt es einen Kompostplatz, aber der verkauft keinen Kompost. Kompost in Säcken gibt es auch bei der Firma Stegner in Untersiemau oder der BayWa, wenn man kleinere Mengen braucht.

Muss ich für Geranien spezielle Geranien-Erde nehmen?
Das sind fertige Substrate, die speziell dafür gemacht sind. Sie sind normalerweise auch gedämpft, damit kein Unkraut kommt. Da werden die Geranien eingepflanzt und sind für eine Saison mit Nährstoffen versorgt. Im Herbst nimmt man die Geranien ja wieder raus.

Wie wichtig ist das Düngen?
Düngen ist sehr wichtig! Wenn ich ein neues Beet anlege mit Blumen, Stauden usw. und gleich Kompost mit einarbeite, sind die Pflanzen für die ersten zwei Jahre mit Dünger versorgt. Später sollte man jährlich düngen. Gerade bei Mulchauflage muss man düngen, denn der Mulch zehrt Stickstoff bei der Zersetzung und oft sieht man, dass die Blätter gelb werden und grüne Adern sichtbar werden, das ist ein Zeichen von Stickstoffmangel, da muss nachgedüngt werden.

Nehme ich lieber organischen Dünger oder Blaukorn?
Am besten sind organische Dünger: Hornspäne, Hornmehl, Knochenmehl oder diverse Mischungen. Die bleiben im Boden und zersetzen sich langsam, so dass es nach und nach von den Pflanzen aufgenommen werden kann. Blaukorn wirkt zwar sehr schnell, aber wenn es richtig regnet, wird dieser Dünger ausgewaschen.

Was halten Sie von flüssigem Dünger?
Den flüssigen Dünger kann ich für Zimmerpflanzen nehmen, aber nicht für den Außenbereich.

Tipps für einen gepflegten Rasen

Wie bekomme ich einen unkrautfreien, gepflegten Rasen?
Wenn man zweimal jährlich düngt (im Frühjahr und im Herbst), wässert und einmal wöchentlich mäht. Natürlich geht es auch ohne Düngen, dann setzen sich die (Un-)Kräuter durch, dann kommen Klee, Gänseblümchen, Löwenzahn. Wer die Kräuter vermeiden will, düngt lieber zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst.

Was ist mit Vertikutieren?
Ist zu empfehlen, wenn man einen richtigen Rasen will. Durch das Mähen setzt sich der Rasenschnitt auf dem Boden ab - das gibt dann mit der Zeit eine Moosbildung. Wer viel Moos im Garten hat, sollte im Frühjahr vertikutieren und anschließend düngen.

Darf ich bei Trockenheit Rasen säen?
Ja, aber man muss ihn dann ausreichend wässern.

Was muss ich bei einer Rasen-Neuanlage beachten?
Das A und O bei neu angelegtem Rasen ist das Wässern. Eine Rasenmischung enthält fünf bis zehn verschiedene Gräsersorten. Wenn ich nicht wässere und es kommt nur ein bisschen Niederschlag, dann gehen die Gräser, die wenig Feuchtigkeit brauchen, als erstes auf und es kann passieren, dass die anderen verbrennen. Dann habe ich keinen geschlossenen Rasen mehr. Die Mischung ist so zusammen gestellt, dass sich die Pflanzen ergänzen. Und sie brauchen alle Wasser zum Keimen.

Tipps zum richtigen Gießen

Soll ich im Garten lieber morgens oder abends gießen?
Bei großer Hitze im Sommer würde ich früh und abends gießen. Meistens wird abends gegossen - dann kann sich die Pflanze erholen und hat über die ganze Nacht die Feuchtigkeit. Wenn es richtig heiß ist, ist es optimal, wenn man früh noch einmal gießt.

Reicht es aus, wenn ich nur jeden zweiten Tag gieße, wenn es nicht zu heiß ist?
Das hängt sicherlich von den Pflanzen ab. So lange die Pflanze die Blätter nicht hängen lässt, braucht man nicht zu gießen.

Was mache ich mit verbrannten Pflanzen - sind sie noch zu retten?
Die Frage ist, sind die Blätter vertrocknet oder sind sie verbrannt? Wenn die Blätter verbrannt sind, dann einfach ein wenig zurück schneiden. Dann treibt die Pflanze normalerweise wieder aus.

Tipps für einen pflegeleichten, immer blühenden Ga

Wie sieht ein Garten mit wenig Arbeit aus?
Einen Garten mit wenig Arbeit gibt es nicht, wohl aber einen, der pflegeleichter ist und weniger Arbeit macht. Dann gibt es eben eine Blumenwiese statt des Musterrasens. Und bei der Gartenplanung achte ich darauf, dass die Pflanzflächen bald Unkraut frei sind und der Boden bedeckt ist. Pflegeleicht sind Stauden, Gehölze und Bodendecker. Wenn die ein paar Jahre eingewachsen sind, braucht man nicht mehr viel zu machen.

Wie habe ich immer einen blühenden Garten?
Das setzt natürlich ein bisschen Planung voraus - man muss sich einfach ganz gezielt Pflanzen aus- suchen für Vorfrühling, Frühling, Vorsommer, Sommer, Herbst - es gibt sogar Winterblüher. Das kann man ganz gezielt aussuchen, dann blüht auch wirklich immer etwas.

Tipps für den richtigen Strauch- und Heckenschnitt

Wann muss ich denn zurückschneiden?
Formhecken im Frühjahr und im Sommer. Normale Gehölze schneide ich eigentlich im Winter oder Frühjahr, Obstbäume auch. Stauden schneide ich ab, wenn sie vertrocknet sind - entweder im Winter oder im Frühjahr. Dann gibt es noch einen Blütenschnitt, den mache ich individuell - je nach Pflanze.

Muss ich jedes Jahr meine Sträucher zurückschneiden?
Nein, das muss gar nicht sein. Jede Pflanze hat eine Wuchsform und diese entwickelt sich auch, wenn man sie nicht schneidet. Allerdings verkahlen manche Sträucher mit der Zeit, z.B. Flieder oder Forsythie, dann habe ich oben die Blätter und unten die Stämme. Die muss ich dann auch mal im Winter verjüngen, also ein paar dicke Äste am Boden abschneiden, dann treiben sie im Frühjahr von unten wieder aus. Man sollte vielleicht auch gleich solche Sträucher auswählen, die nur 1,50 bis 2 m hoch werden.

Welche Hecken müssen denn geschnitten werden?
Hainbuchen-, Liguster- oder Thuja-Hecken müssen zweimal im Jahr geschnitten werden, wenn man sie in Form haben will. Andere Blüten-, Sichtschutz- und natürliche Hecken braucht man nicht unbedingt zu schneiden. Hier genügt es manchmal, den einen oder anderen störenden Ast zu entfernen.

Wo kann ich mir Rat holen?
Generell kann man das nachlesen. Es gibt viele gute Gartenbücher und gute Tipps auch im Internet.
Auch die vhs bietet im Winter Kurse zum Thema Gehölz- und Obstbaumschnitt. Oder der Gartenfachberater bietet Kurse an. Dann gibt es noch den Sichtungsgarten in Coburg, wo man Kurse belegen kann. Da hat man wenigstens mal ein Grundgerüst an Informationen.

Tipps für einen schönen Balkon

Was kann man Schönes auf dem Balkon machen?
Wer einen großen Balkon hat, kann auch größere Kästen nehmen und immergrüne Pflanzen oder Koniferen für das ganze Jahr nehmen. Auch Stauden kann man auf den Balkon pflanzen oder
Gemüsepflanzen im Topf, z.B. Tomaten, Gurken, Paprika.... Es gibt mittlerweile auch kleine Obstbäume – diese Ballerinasorten – z.B. Pflaume, Kirsche ...

Werden Stauden nicht viel zu groß auf dem Balkon?
Es gibt schon kleine Stauden mit 15 cm, dazwischen kann man immergrüne Pflanzen setzen. Die Stauden verblühen, werden im Herbst oder Winter abgeschnitten und trocknen ein. Die Immer-grünen bleiben stehen, man kann dann noch ein bisschen Reisig reinstecken. Und im Frühjahr treiben dann die Stauden wieder aus.

Was ist jetzt im Sommer zu tun?

Welche Aufgaben sollten jetzt im Sommer erledigt werden?
Rasen: Wenn es sehr trocken ist, wässern - falls nötig. Nicht zu kurz mähen, wenn es warm ist, lieber ein wenig "länger" stehen lassen, sonst verbrennt er.
Staudenbeete: wässern, wenn sie es benötigen.
Hecken: schneiden, falls nötig.

Werden die Hecken auch im Sommer geschnitten?
Ja. Die Formhecke wird bereits im Frühjahr nach dem Austrieb geschnitten. Jetzt kommt langsam der zweite Austrieb, der muss man dann im Sommer (Juni/Juli) noch mal zurecht geschnitten werden.

Was mache ich mit verblühten Blumen?
Manche Stauden, z.B. Salbei, kann ich nach der Blüte komplett zurückschneiden, dann treibt er noch mal aus und blüht ein zweites Mal. Bei Rhododendren und Azaleen sollte man die abgeblühten Blüten gleich nach der Blüte ausbrechen, dann kommen sie im nächsten Jahr schön.
Rosen brauchen einen stärkeren Rückschnitt – bilden dann auch schöne neue Blüten.
Die Stauden werden dann im Herbst oder Winter zurück geschnitten. Man kann sie aber auch über den Winter stehen lassen, dann haben sie ein bisschen Schutz vor dem Frost - dann aber im Frühjahr abschneiden. .

Tipps zur Läuse- und Schneckenplage

Ungeziefer - ein leidiges Thema. Was kann ich dagegen tun?
Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder ich akzeptiere es, und lasse auch mal einen Strauch mit Läusen in meinem Garten – oder ich muss etwas dagegen tun.
Momentan sind viele Rosen von Läusen befallen - das ist schon schade, da gehen die Blüten kaputt. Oder bei Pfirsichbäumen gehen die Früchte kaputt. Da kann man entweder biologische Mittel nehmen – z.B. auf Rapsöl-Basis. Die muss ich evtl. zwei- bis dreimal anwenden, aber für Privatgärten ist es die bessere Alternative. Oder ich nehme richtig Gift. Aber der Einsatz von Gift in Privatgärten ist meiner Meinung nach nicht richtig.

Übertragen sich die Läuse nicht auf andere Sträucher?
Nein. Es gibt bestimmte Sträucher, z.B. den Holunder oder den Schneeball, die bekommen jedes Jahr Läuse. Die lässt man einfach - meiner Meinung nach - und dann ist es auch irgendwann wieder vorbei.

Was kann ich gegen Schnecken tun?
Die Nacktschnecken sind wirklich ein Problem. Igel und Vögel fressen sie nicht so gerne, deswegen vermehren sie sich so stark. Man kann sie z.B. mit Bierfallen fangen oder einen Schneckenzaun bauen. Oder sich Laufenten im Garten halten, die fressen die Schnecken gern. Notfalls auch Schneckenkorn um die Salatpflanzen streuen oder um die Stauden, die gern befallen werden.

Was machen Sie?
Ich sammle sie ab. Unsere Oma hat sie immer noch mit dem Messer durchgeschnitten!

Wovon sollte der Hobbygärtner lieber die Finger la

Wovon sollte der Hobbygärtner lieber die Finger lassen?
Es gibt einfache Arbeiten, für die man einfach die entsprechenden Maschinen braucht, z.B. einen Bagger oder Lkw oder eine Fräse, die der Kunde einfach nicht hat. Er könnte sie zwar ausleihen, aber wenn er noch nie damit gearbeitet hat, ist es schwierig. Das geht bei uns einfach viel schneller.

Bei verschiedenen Arbeiten gibt es auch Vorschriften, die man kennen sollte. Wenn ich z.B. ein Pflaster verlege, muss ich den Boden verdichten, eine Tragschicht und Split einbauen.

Wenn einer Geschick und Zeit hat, kann er das auch selber machen. Auch im Internet gibt es dazu viele interessante Tipps. Aber bei uns geht es einfach viel schneller und ein bisschen professioneller. Das sieht man meistens am Endergebnis.

Mit welchen Kosten muss ich denn rechnen?
Dorn: Wir berechnen einen Stundenlohn von 30 €/Std.

Interview mit D & K Gala-Bau
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